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29.06.2018: AUVA-Stangl: Aussagen von BM Hartinger-Klein zu UKH Graz sind fahrlässig und verunsichern Patienten
UKH Graz für Notfälle und ambulante Fälle immer da

Das UKH Graz der AUVA ist ein unverzichtbarer Pfeiler in der Unfallversorgung der Steirerinnen und Steirer. Es versorgt jährlich über 50.000 Patientinnen und Patienten und führt über 5.000 Operationen durch. Das alles auf absolutem Top-Niveau. "Die Aussage von Gesundheitsministerin Hartinger-Klein, das UKH Graz würde Patientinnen und Patienten nicht aufnehmen und 'fahrlässig' agieren, ist ein Schlag ins Gesicht der rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKH sowie der Patientinnen und Patienten, die sich auf eine gute Versorgung verlassen können“, so Günther Stangl, Vorsitzender des AUVA-Landesstellenausschusses Graz am Freitag.  

Bundesministerin Hartinger-Klein hatte am Donnerstag vor dem Bundesrat behauptet, das UKH Graz komme seinem Versorgungsauftrag nicht nach; es mache an zwei Tagen in der Woche ohne Abstimmung mit einem anderen Träger keine Aufnahmen, versorge Patientinnen und Patienten nicht und das Management agiere "fahrlässig". Diese Aussagen seien als rufschädigend und die Patientinnen und Patienten verunsichernd zurückzuweisen. "Eine Gesundheitsministerin, die ein Unfallkrankenhaus entweder aus Uninformiertheit oder wider besseren Wissens schlecht redet, agiert fahrlässig", so der Vorsitzende des AUVA-Landesstellenausschusses Graz.

Wahr ist vielmehr:

  • Notfälle werden im UKH Graz immer - 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche - behandelt.
  • Ambulante Fälle werden im UKH Graz immer - 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche - behandelt.
  • Sperren gibt es dann, wenn alle OPs besetzt sind. Dann wird die Rettung informiert, dass keine Schwerverletzte bzw. kein Schwerverletzter mehr aufgenommen werden kann. Sperren gibt es auch, wenn alle Betten besetzt sind. Sperren werden immer dem LKH-Universitätsklinikum Graz der KAGES mitgeteilt. Wenn wieder Kapazitäten gegeben sind, dann werden die Sperren sofort aufgehoben.
  • Wesentlicher Teil eines funktionierenden Prozesses ist es, dass ein Krankenhaus, das keine Patientinnen und Patienten mehr aufnehmen kann, eine Sperre verhängt und die Rettungsorganisationen darüber informiert werden. Fahrlässig wäre es hingegen, dies zu unterlassen. 
  • Die Reduktion der unfallchirurgischen Versorgung in umliegenden Spitälern der KAGES hat einen Ansturm von Patientinnen und Patienten auf das UKH Graz, das ohnehin fast zur Gänze ausgelastet ist, zur Folge. Gestern ist das UKH Graz noch zusätzlich für das LKH Graz eingesprungen, da dort 12 OP-Säle aufgrund eines fehlerhaften OP-Tisches geschlossen werden mussten. Auch die für Sommer avisierte Sperre des OP im LKH Feldbach lasse ein höheres Patientenaufkommen für das UKH Graz erwarten.


"Das UKH Graz der AUVA bietet nicht nur den Patientinnen und Patienten Unfallheilbehandlung auf Top-Niveau, es ist auch stets verlässlicher Partner für andere Krankenhausträger. Und dies, obwohl die AUVA keinen öffentlich-rechtlichen Auftrag zur Versorgung mit Betten hat. Ein nicht unwesentliches Detail, über das die Gesundheitsministerin eigentlich Bescheid wissen sollte", so Stangl, der noch einmal warnte, unrichtige und damit die Patienten verunsichernde Aussagen von Wien in die Steiermark zu schicken.